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Newsbeitrag

Baden ist wieder erlaubt
29.06.2011
 

Starkholzbacher See: Vier Jahre nach Fischsterben stimmt die Wasserqualität wieder

"Baden im Starkholzbacher See ab sofort wieder möglich", teilt die Stadtverwaltung gestern um 16.42 Uhr per E-Mail mit. Vor genau vier Jahren wurde der See nach einem Fischsterben gesperrt und saniert.

TOBIAS WÜRTH

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Entspannen, baden, plantschen, Füße ins Wasser strecken: Der Starkholzbacher See ist als Abkühlung bei heißem Wetter beliebt. Im Gegensatz zu den Freibädern ist das Baden kostenlos. Das Gesundheitsamt hat das Wasser des sanierten Weihers getestet. Das Ergebnis: Es ist sauber. Foto: Thumi 
Schwäbisch Hall Darauf haben viele Freunde des Sees, Schwimmfans aus Starkholzbach, Mitglieder des Fördervereins und Bürger aus der Region Jahre lang gewartet: Das Wasser im See ist wieder sauber.
 
Dr. Renate Lorenz-Lauermann, Leiterin des Gesundheitsamts im Landkreis Schwäbisch Hall, hat gestern das Badeverbot aufgehoben. Vor einer Woche ist die zweite Wasserprobe aus dem Weiher entnommen worden. "Schon die erste Probe war okay", sagt sie.
 
"Es ist toll, dass der Starki nun auch wieder zum Baden freigegeben ist. Damit haben die Haller eine weitere Möglichkeit, sich bei den derzeitigen hochsommerlichen Temperaturen abzukühlen", sagt Halls Oberbürgermeister Hermann-Josef Pelgrim. "Ich freue mich sehr darüber."
 
Jetzt ist es amtlich: Das Wasser im beliebten Badesee entspricht den Anforderungen der Europäischen Badegewässer-Richtlinie. Die Proben wurden an drei Stellen genommen: an der Badestelle, am Bacheinlauf und am Steg auf der Starkholzbacher Seite.
 
Alle Proben wurden mikrobiologisch untersucht, teilt die Stadtverwaltung mit. Die Wasserqualität wird zukünftig alle vier Wochen überprüft. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass es in den ersten Monaten aufgrund des Aufbaus der Flora und Fauna zu Schwankungen in der Qualität des Wassers kommen kann.
 
"Natürlich ist das toll", freut sich Susanne Leyh, Betreiberin der Gipsmühle über die Nachricht. Die Wirtin des Restaurants am See hat beobachtet: "Es sind schon in den vergangenen Tagen viele Leute im Wasser - besonders, wenn es so heiß ist wie jetzt." Kurz nachdem Leyh das bei Ausflüglern beliebte Restaurant pachtete, wurde der See gesperrt und im Jahr darauf abgelassen.
 
Ironie des Schicksals: Wenn jetzt der See freigegeben ist und der Laden brummt, wird sie ihn verlassen. "Das ist vollkommen blödsinnig, aber ich werde am Jahresende aus familiären Gründen aufhören", sagt sie am Telefon, während Sohn Tim (1) im Hintergrund lärmt. "Bis dahin wird es aber eine tolle Saison."
 
Mit der Wiederherstellung des Starkholzbacher Sees geht eine vierjährige Periode des Diskutierens, Sanierens und Sabotierens zu Ende. Die Pannenserie startete im Juli 2007, als tonnenweise Fische starben. Mal wurde der Termin fürs Ablassen des Sees vor der Winterruhe der verbleibenden Fische verpasst. Mal hielt das Abflussbauwerk nicht stand. Mal wurde es von Vandalen zerstört. Mehrmals musste das Wasser wieder neu aufgestaut werden.
 
Die Sanierung des Gewässers ist aber auch ein Beispiel für ehrenamtliches Engagement. Nach einer Bürgerversammlung wurde ein Förderverein gegründet, der Arbeiten rund um den Weiher koordiniert. So manches Vereinsmitglied wird nun in die kühlen Fluten springen.

Haller Tagblatt vom 29.06.2011

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