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Newsbeitrag

Minnesägers Burg
04.08.2011
 

Haller sprengten Räuberhöle bei Cröffelbach

Von den Zinnen der Burg hatten die Herren auf Bielrieth einen grandiosen Blick über das Bühlertal. Heute ist nur noch ein Schutthaufen übrig.

ELISABETH SCHWEIKERT

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Wolpertshausen/Hall Es muss eine gigantische Explosion gewesen sein, damals 1390. Es schepperten sicherlich in Hall die Fenster. Sie war das Aus für die Burg Bielrieth. Die Herren der Stadt Hall "haben eine Tonne Pulver darein getan und das Schloss in die Luft gesprengt, damit man des Raubens abkomme".
 
Heute ragen am Bergsporn bei Wolpertsdorf im Wald noch die Wallgräben heraus, der Rest eines Mauerwerks ist zu sehen. Buchen stehen dort, wo 1057 "Adelbraht de Bilirieth" wohnte. Dieser trat 1085 in das damals neu gegründete Benediktinerkloster Comburg ein und brachte seinen Besitzanteil der Burg Bielrieth ein. Später kam die Burg zu den Schenken von Limpurg. Schenk Konrad von Limpurg war Minnesänger und dichtete dort: "Wol mich daz ich han funden, ein wib der ich iemer dienen sol. In ir dienst bin ich gebunden, Si tut mir in minen Ougen wol."
 
Auch wenn nur noch überwucherter Schutt von der einstigen Burg vorhanden ist, lohnt sich der Besuch insbesondere mit halbwüchsigen Buben. Der Aufstieg von Cröffelbach dauert zirka eine halbe Stunde: Am Ortsrand parken, über die Bühlerbrücke gehen und auf der linken Straßenseite den Berg hoch gehen. Auf dem Weg bleiben, bis eine Abzweigung des Energielehrpfads steil nach oben führt. Oben am Berg auf den Wanderweg WS einbiegen und sich rechts halten. Vor der Ruine erläutert eine Schautafel Spannendes aus der Geschichte der Burg.


Durch Klingen und auf Höhenwegen
SWP

Spuren der Vergangenheit Die Burgruine Bielrieth ist Teil des Rundwanderweges Spuren der Vergangenheit. Der 25 Kilometer lange Weg ist nur für diejenigen machbar, die gut zu Fuß sind. Er ist landschaftlich außerordentlich reizvoll, führt durch die idyllische Schmerach- und die Otterbachklinge. Über Höhenwege gehen die Wanderer von Otterbach nach Wolpertsdorf. Insgesamt auf vier Tafeln (in Geislingen, Reinsberg, Bielrieth und den Burgruinen Klingenfels und Bielrieth) wird Kulturhistorisches erklärt. Start ist in Braunsbach-Geislingen. In Hopfach besteht die Möglichkeit, die Tour abzukürzen.
 
Pausen Einkehr ist beispielsweise in den Steigengasthäusern in Cröffelbach im Goldenen Ochsen oder Geislingen möglich. Am Wegesrand liegt das Museum für Brückenbautechnik und Urlurchfunde in Geislingen. Sehenswert ist auch die Peterskirche in Reinsberg. http://www.wegpunkt.de

Haller Tagblatt vom 04.08.2011

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